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In vielen Märchen und Sagen spielt der Wald eine
wichtige Rolle – nicht nur in Japan. Manchmal wird erzählt, er sei von
Drachen, Hexen, Trollen und anderen phantastischen Geschöpfen besiedelt,
manchmal sagt man, der Wald sei ein Ort, in dem man sich bei Gefahren
verbergen kann, der Schutz und Nahrung spendet. Weil in unserer japanischen Geschichte das Verhältnis vom Umgang mit der Natur bis hin zu den daraus folgenden sozialen Auswirkungen gut aufgezeigt wird, wurden wir eingeladen, unsere Vorstellung "die drei Rätsel" in Verbindung mit einer Führung durch die Ausstellung "WALD/BAUM/MENSCH" - natürlich ans Besucheralter angepasst - für die Altersgruppe der 5-11jährigen anzubieten. Termine im Museum für
Völkerkunde (1010 Wien, Heldenplatz 1) Anmeldung bitte unter
brossmann@trittbrettl.at
Die drei Rätsel |
| DIE GESCHICHTE Vor langer Zeit lebten in den waldigen Hügeln Japans, in einem Dorf, das von einem grausamen Fürsten beherrscht wurde, ein junger Bauer und seine betagte Mutter. "Alle Alten sind zu nichts mehr gut," verkündete der Herrscher, "sie sollen in die Berge gebracht und dort zurückgelassen werden." Weil der junge Bauer das aber nicht übers Herz brachte, verbarg er seine alte Mutter heimlich im Keller des Hauses. "Nur wenn ihr klug genug seid, die drei Rätsel, die ich euch stelle, zu lösen, müsst ihr mir nicht dienen," ließ der Kaiser durch seine Samurai den Dorfbewohnern ausrichten. Aber niemand war klug genug, die Aufgaben zu lösen Wie nun der grausame Fürst Respekt und Ehrfurcht vor den Alten bekam und die Weisheit der betagten Mutter alle rettete erzählt unsere Geschichte. ![]() ZUR MUSIK Musiziert wird vor den Augen des Publikums: live das verdichtet das Spielgeschehen. Hauptinstrument ist ein Koto, ein liegender ausgehöhlter Baumstamm, der mit Saiten bespannt für den typisch japanischen Klang sorgt. Des weiteren tönen Bambusflöte, Gong, Klangschalen und diverse Perkussion-Instrumente. Spiel: HEINI BROSSMANN Regie: STEFAN KULHANEK Bühnenbild, Puppenbau: PETER CIGAN Musik: PETER MARNUL Text: CORDULA NOSSEK, HEINI BROSSMANN |



