In vielen Märchen und Sagen spielt der Wald eine wichtige Rolle – nicht nur in Japan. Manchmal wird erzählt, er sei von Drachen, Hexen, Trollen und anderen phantastischen Geschöpfen besiedelt, manchmal sagt man, der Wald sei ein Ort, in dem man sich bei Gefahren verbergen kann, der Schutz und Nahrung spendet.
Es gibt Gesellschaften, die den Wald, der ihr Dorf umgibt, meiden, andere wiederum leben nur im Wald. Bei einigen Völkern gibt es heilige Bäume, man bringt den Bäumen Opfer oder erbittet etwas und feiert besondere Baumfeste.
In der Ausstellung WALD/BAUM/MENSCH im Museum für Völkerkunde werden
alle diese Themen und noch viel mehr dargestellt. Es wird gezeigt, wofür Bäume gut sind und dass sie den Menschen hier und in allen Teilen der Welt außer Schatten und Holz Notwendiges für ihr Leben spenden.
Wie wichtig der Wald ist, zeigen Beispiele von Völkern, die ihre Heimat unfruchtbar und damit unbewohnbar machten, weil sie alle Bäume fällten.

Weil in unserer japanischen Geschichte das Verhältnis vom Umgang mit der Natur bis hin zu den daraus folgenden sozialen Auswirkungen gut aufgezeigt wird, wurden wir eingeladen,  unsere Vorstellung "die drei Rätsel"  in Verbindung mit einer Führung durch die Ausstellung "WALD/BAUM/MENSCH" - natürlich ans Besucheralter angepasst - für die Altersgruppe der 5-11jährigen anzubieten.

Termine im Museum für Völkerkunde (1010 Wien, Heldenplatz 1)
1.-2.3.012  "Die drei Rätsel" jeweils 9.00 bzw. 10.00 Uhr inkl. Führung
5.-9.3.012  "Die drei Rätsel"  jeweils  9.00 bez 10.00 Uhr inkl. Führung

Eintrittspreis: € 6,00 / 5,50

Anmeldung bitte unter brossmann@trittbrettl.at
oder unter 0699 / 12348891

 

Die drei Rätsel
Eine japanische Legende




DIE GESCHICHTE
Vor langer Zeit lebten in den waldigen Hügeln Japans, in einem Dorf, das von einem grausamen Fürsten beherrscht wurde, ein junger Bauer und seine betagte Mutter.

"Alle Alten sind zu nichts mehr gut," verkündete der Herrscher, "sie sollen in die Berge gebracht und dort zurückgelassen werden."

Weil der junge Bauer das aber nicht übers Herz brachte, verbarg er seine alte Mutter heimlich im Keller des Hauses.

"Nur wenn ihr klug genug seid, die drei Rätsel, die ich euch stelle, zu lösen, müsst ihr mir nicht dienen," ließ der Kaiser durch seine Samurai den Dorfbewohnern ausrichten.

Aber niemand war klug genug, die Aufgaben zu lösen … Wie nun der grausame Fürst Respekt und Ehrfurcht vor den Alten bekam und die Weisheit der betagten Mutter alle rettete erzählt unsere Geschichte.




ZUR MUSIK
Musiziert wird vor den Augen des Publikums:
live – das verdichtet das Spielgeschehen. Hauptinstrument ist ein Koto, ein liegender ausgehöhlter Baumstamm, der – mit Saiten bespannt – für den typisch japanischen Klang sorgt. Des weiteren tönen Bambusflöte, Gong, Klangschalen und diverse Perkussion-Instrumente.


Spiel: HEINI BROSSMANN
Regie: STEFAN KULHANEK
Bühnenbild, Puppenbau: PETER CIGAN
Musik: PETER MARNUL
Text: CORDULA NOSSEK, HEINI BROSSMANN